Coronakrise

Hilfsangebote für Unternehmen

Für Unternehmen, die von den Auswirkungen der Coronakrise betroffen sind, stellen wir hier aktuelle Handlungshinweise oder Informationen zusammen.
Bitte beachten Sie auch die ergänzenden aktuellen Informationen im DOWNLOAD-Bereich. 

Schnelle Hilfen

  • Novemberhilfe/Dezemberhilfe: Außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes
    Wer?: direkt und indirekt betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die seit November 2020 auf Anordnung schließen mussten, auch verbundunternehmen sind unter bestimmten Umständen förderfähig
    Was?: maximal 75% des durchschnittlichen Umsatzes des Vorjahresmonats (im Rahmen der Kleinbeihilfenregelung der EU)
    Wie?: Bis 31.01.2021: Bei Allen außer Soloselbstständigen per Antrag durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt, bei Soloselbstständigen: eigene Antragstellung bei Antragssumme bis 5.000,00 EUR und weitere Hilfeangebote der Bundesagentur für Arbeit

  • Überbrückungshilfe II : zweite Phase der Bundesförderung bei Umsatzrückgängen durch CORONA
    Wer?: z. B. kleine und mittelständische Unternehmen, Soloselbständige, Freiberufler, gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, die dauerhaft am Markt tätig sind
    Was?: Zuschuss für vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte und nicht einseitig veränderbare Fixkosten (Betriebskosten) in den Monaten September bis Dezember 2020. Die Kosten der Antragstellung werden bezuschusst!
    Wie?:  für Novemberhilfe bis 31.03.2021: digitale, zweistufige Antragstellung durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt

  • Überbrückungshilfe III: dritte Phase der Bundeförderung bei Umsatzrückgängen durch CORONA
    Wer?: z. B. kleine und mittelständische Unternehmen, Soloselbständige, Freiberufler, gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, die dauerhaft am Markt tätig sind
    Was?: Zuschuss für vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte und nicht einseitig veränderbare Fixkosten (Betriebskosten) in den Monaten Dezember 2020 bis Juni 2021 bzw. Neustarthilfe für Soloselbständige, die noch kein Überbrückungsgeld beantragt haben. Die Kosten der Antragstellung werden bezuschusst!
    Wie?:  Anträge können ab sofort bis 31. August 2021 hier gestellt werden, Anträge müssen durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt gestellt werden, für Soloselbständige: Sonderregeln beachten

  • Neustarthilfe: Alternativ zur Überbrückungshilfe III können Solo-Selbstständige im Rahmen der sogenannten Neustarthilfe eine einmalige Betriebskostenpauschale in Höhe von bis zu 7.500 Euro erhalten.
    Wer?: Solo-Selbstständige
    Was?: einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 7.500 €, als Liquiditätsvorschuss für Januar - Juni 2021
    Wie?: Anträge können ab sofort bis 31. August 2021 hier gestellt werden, Anträge müssen direkt durch die Selbstständigen als natürliche Person im eigenen Namen gestellt werden. Dazu wird das von der Steuererklärung bekannte ELSTER-Zertifikat benötigt.

  • Landesprogramm "Sachsen-Anhalt ZUKUNFT": Darlehensprogramm für kleine und Kleinstunternehmen. 
    Was?:
    Darlehen von 10.000 -150.000 € mit zehn Jahren Laufzeit, zwei Jahre zins- und tilgungsfrei
    Wer?: Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern
    Wie?: Darlehensantrag bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt mit Unterlagen zum wirtschaftlichen Status (letzte Jahresabschlüsse) und Liquiditätsplan. Vereinfachtes Verfahren: ohne Sicherheitsstellungen der Unternehmen, ohne Beteiligung der Hausbank, ohne Stellungnahme der Hausbank, ohne Businessplan.

  • Steuererleichterungen für Unternehmen in Sachsen-Anhalt:
    Was?: Vereinfachter Antrag auf Zinslose Stundung / Herabsetzung von Vorauszahlungen/des Steuermessbetrages für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen / Vollstreckungsaufschub beim zuständigen Finanzamt.  Informationen zu Steuererleichterungen Außerdem: Erstattung von Umsatzsteuer-Sondervorauszahlungen auf Antrag beim zuständigen Finanzamt möglich Informationen zur Erstattung von Sondervorauszahlungen

  • Info des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz: Insolvenzantragspflicht für die von der Coronakrise betroffenen Unternehmen bis zum 30.09.2020 ausgesetzt.
    Die Verlängerung bis zum 31.12.2020 soll für Unternehmen gelten, die infolge der COVID-19-Pandemie überschuldet sind, ohne zahlungsunfähig zu sein. Informationen zu Verlängerung finden Sie hier.

  • Als schnelle Liquiditätshilfe: Anträge auf Stundung von Beiträgen oder Steuern von zunächst sechs Monaten z. B. an die Rentenversicherung, Kranken- und Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung, Berufsgenossenschaft, ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice und Finanzamt. Einen Muster-Stundungsantrag finden Sie am Ende dieser Seite im Downloadbereich.

  • Als schnelle Liquiditätshilfe: Antrag zur Stundung des fälligen Kapitaldienstes bei den zuständigen Banken. Die Entscheidung, ob bestehende Kredite gestundet werden können, obliegt dem Kreditgeber.

  • Bei angeordneter Betriebsschließung oder Quarantäne: Antrag auf Erstattung laufender Betriebskosten beim Gesundheitsamt (Antragstellung innerhalb von drei Monaten!)

Liquiditätshilfen/Darlehen

  • Zur Deckung eines kurzfristigen Liquiditätsbedarfs: KFW Schnellkredit mit Absicherung von 100% durch Garantie des Bundes.
    Was?:
    Schnellkredit zur Deckung laufender Kosten oder für Investitionen in Höhe von bis zu drei Monatsumsätzen des Jahres 2019 (Unternehmen bis 50 Mitarbeiter: maximal 500.00 € - Unternehmen größer 50 Mitarbeiter: max. 800.000 €) mit einer Haftungsfreistellung der Hausbank in Höhe von 100% durch Bundesgarantie -> mit dem Ziel schneller Kreditbewilligungen durch den Wegfall weitere Kreditrisikoprüfungen durch die Hausbank oder KFW.
    Wer?: Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern, die mindestens seit 01.01.2019 am Markt aktiv waren und zum 31.12.2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten waren.
    Wie?: Antragstellung bei der Hausbank, aber zuerst: Formulare zur Antragstellung auf den Seiten der KFW ausfüllen. Außerdem bietet die KFW weitere Informationen zu aktuellen KFW-Kreditprogrammen.

  • Falls über Banken und Sparkassen keine Finanzierung möglich ist: Beantragung finanzieller Hilfe bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt. Weitere Informationen über die Hotline der Investitionsbank 0800 56 007 57 sowie unter https://www.ib-sachsen-anhalt.de/coronavirus-informationen-fuer-unternehmen.

  • Bei der Suche nach anderen Finanzierungspartnern: Online-Beantragung finanzieller Unterstützung über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken unter https://finanzierungsportal.ermoeglicher.de/. Die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt leitet nach Prüfung die Finanzierungsanfrage an Finanzierungspartner weiter.

  • Zur schnellen Finanzierungssicherung von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) und Angehörigen freier Berufe: Antrag auf Expressbürgschaft bei der Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt GmbH und Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH. Ziel: Absicherung von neuen Krediten innerhalb von drei Bankarbeitstagen zu 80%- 90% (bei maximaler Bürgschaftshöhe von 400.000 €). Basis der Bonitätsprüfung: wirtschaftliche Zahlen per 31. Dezember 2019 (Ausfallwahrscheinlichkeit zu diesem Zeitpunkt!). Gültigkeit der Sonderkonditionen: 01. Januar-30. Juni 2021. Aktuelle Konditionen stehen im Downloadbereich am oberen rechten Bildrand.
    Zusätzlich: unbürokratische Änderungsanträge zum Beispiel bei Tilgungsaussetzungen und/oder Stundungen
  • Kontakttelefon Bürgschaftsbank: 0391 737520

Verdienstausfall/Kurzarbeitergeld/Ausbildungshilfe

  • Bei Umsatzausfällen: Antrag auf Kurzarbeitergeld für Beschäftigte Meldung der Kurzarbeit und Antragstellung bei der zuständigen Agentur für Arbeit. https://arbeitsgentur.de/news/kurzarbeit-wegen-corona-virus, Hotline der Arbeitsagentur für Unternehmen: 0800 4555520

  • Bei angeordneter Quarantäne/Tätigkeitsverbot: Antrag auf Erstattung von Arbeitsentgelten/Verdienstausfall nach §56 Infektionsschutzgesetz (IfSG) 
    Wer?: Unternehmen (für maximal die ersten sechs Wochen nach Anordnung der Quarantäne), Betroffene (ab der siebenten Woche nach Anordnung -> Auszahlung entspricht dem üblichen Krankengeld) siehe Merkblatt.
    Wie?: Antrag an das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt

  • Bei kleinen und mittelständischen Unternehmen, die erheblich von der Corona-Krise betroffen sind: Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"
    Was?: Ausbildungsprämien für den Erhalt oder die Schaffung von Arbeitsplätzen; Zuschüsse zum Arbeitsentgelt, wenn Kurzarbeit vermieden wird oder Übernahmeprämien, wenn Unternehmen Auszubildende übernehmen
    Wie?: Antrag bei der zuständigen Agentur für Arbeit. Weitere Informationen der Bundesagentur für Arbeit

Sonstige Hinweise, Handlungsempfehlungen und Informationen

  • Bundeseinheitlich und branchenübergreifend: Arbeitsschutzstandards und Hygieneregeln während der Corona-Krise. Die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales veröffentlichten SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards sollen in allen Unternehmen zusätzlich zu den betrieblichen und branchentypischen Arbeitsschutzstandards angewandt werden.

  • Hilfen aus dem Sozialschutzpaket: Vereinfachte Anspruchsvoraussetzungen für die Grundsicherung.
    Wer?: Selbständige, mit Einkommenseinbußen aufgrund der Corona-Krise, VOR ANTRAGSTELLUNG: ANRUF BEIM ZUSTÄNDIGEN JOBCENTER DER KomBA-ABI 03493 5168 100 (Bitterfeld-Wolfen), 03496 511 100 (Köthen), 03923 6135 100 (Zerbst).
    Was?: für Antragseingänge bis zum 31.12.2020: Aussetzung der Vermögensprüfung, Anerkennung der tatsächlichen Unterkunftskosten für die ersten sechs Monate des Antragszeitraums
    Wie?: Antragstellung bei der KomBA-ABI und Sonderhotline für Selbständige: 0800 455523

  • Zum Nachweis erlittener Nachteile: Unternehmen sollten ihre Belastung beziffern! 
    Wie?: präzise Dokumentation z. B. von Tagen mit Umsatzausfall, wegfallende Stunden von Mitarbeitern, Absagen, Stornierungen,  ausgefallene wie zusätzliche Rechnungen oder ähnliches  - aber auch Anträge auf Stundungen von Steuern oder anderen Zahlungsverpflichtungen. Eine solche Aufstellung könnte im Hinblick auf mögliche Entschädigungen oder andere staatliche Hilfeleistungen wichtig werden.

  • Bei Schul- bzw. Kitaschließung: Unterstützung von Eltern bei Verdienstausfall nach §56 Infektionsschutzgesetz.
    Wer?: Eltern von Kindern bis 12 Jahre die wegen der angeordneten Schul- und Kitaschließungen zu Hause bleiben müssen, weil sie keine andere zumutbare Betreuung finden (Großeltern ausgeschlossen!) und dadurch Einkommensverlust erleiden. Ausgenommen: Empfänger von Kurzarbeitergeld oder Personen, die eine andere Möglichkeit haben der Arbeit fern zu bleiben (z. B. Überstundenabbau).
    Was?: 67% des Nettoeinkommens, aber maximal 2.016 € im Monat für eine Dauer von höchstens zehn Wochen, je Elternteil bzw. 20 Wochen für Alleinerziehende.
    Wie?:  Antragstellung des Arbeitgebers für den Zeitraum ab 30.03.2020. Informationen dazu beim Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt.

  • In Unternehmen mit Gema-Lizenzverträgen: Gema-Vergütung für die Dauer der behördlich angeordneten Geschäftsschließung Beschluss der Gema: Alle Monats-, Quartals-, Jahresverträge der Lizenznehmer ruhen für den Zeitraum, in dem sie ihren Betrieb aufgrund behördlicher Anordnungen zur Eindämmung der Pandemie-Ausbreitung schließen müssen (Rückwirkend ab 16.03.2020).
    Wie?: Automatische Rücküberweisung durch die Gema nach Aufhebung der Geschäftsschließung

Viele der vorgestellten Hilfen greifen bei einem Liquiditätsengpass. Daher hier eine Definition zum Liquiditätsengpass (Quelle: https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona): Ein Liquiditätsengpass liegt vor, wenn infolge der Corona-Pandemie die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten) zu zahlen. Private und sonstige (= auch betriebliche) liquide Mittel müssen nicht (mehr) zur Deckung des Liquiditätsengpasses eingesetzt werden.

Weitere Informationsquellen

IHK Halle-Dessau unter:  https://www.halle.ihk.de/mini-startseiten/informationen-zum-coronavirus

Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung unter:  https://mw.sachsen-anhalt.de/media/coronavirus/ und Telefon-Hotline für Unternehmen 0391 5674 750 (werktags 8:30 - 16:00 Uhr)

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unter: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/coronavirus.html und Hotline für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus: 030 18615 1515 (Mo.-Fr. 9:00 - 17:00 Uhr)

Die Entwicklungs-und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Anhalt-Bitterfeld mbh - EWG -  ist auch während der Corona-Krise für Sie da! Sprechen Sie uns an!